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| Peter Schulze |
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| Peter Schulze |
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Im Jahre 2002 wurde Peter Schulze zum Künstlerischen
Leiter des JazzFest Berlin berufen. Die Berufung ist auf mehrere Jahre
angelegt und soll so zu einer stärkeren Konsolidierung des Festivals
vor dem Hintergrund angespannter Kulturfinanzen beitragen.
Von Beginn an (bis 1998) war Peter Schulze Mitglied im ARD-Gremium, das den Künstlerischen
Leiter in Rundfunk-relevanten Festivalfragen berät und hat daher besondere
Kenntnis der Festival-Jahrgänge. Zusätzlich war er geschätzt als
kompetenter Ansager zahlreicher JazzFest-Konzerte.
Peter Schulze war seit 1970 Leiter der Jazz- und Popredaktion bei
Radio Bremen - dem seinerzeit schon ärmsten und gleichzeitig
wohl wagemutigsten Sender der ARD. Dort hat er neben der sonstigen
redaktionellen Tätigkeit über 1500 Konzerte und Studiosessions
produziert (auch als Tonmeister, was er, neben Komposition, Ende der
60er Jahre in Berlin an der HdK und TU studiert hatte). Viele davon
sind auch auf Tonträgern erschienen, u.a. Keith Jarrett Bremen/Lausanne,
A Cathedral Concert der ‘Le Mystère des Voix Bulgares’,
oder Iain Ballamy’s All Men Amen (manche auch nur auf
bootlegs wie Tom Waits, Honeymoonkillers u.v.a.).
In den letzten 15 Jahren haben ihn vor allem kleine thematische Festivals interessiert.
Darin konnten hervorragende Musiker ihre eigene Vielseitigkeit in verschiedenen
Besetzungen darstellen, wie u.a. John Zorn, Bill Frisell und Wayne Horvitz beim
New Generation Festival 1988, Ray Anderson beim Wishbone Festival 1993, Michel
Moore beim Moore & More Festival 1994, oder Howard Levy beim Harpology Festival
1995.
1998 wurde Schulze Musikchef bei Radio Bremen 2, dem Kulturprogramm des Senders
und machte wieder Festivals, und zwar die Ausgaben 1999 und 2001 des international
renommierten Festivals pro musica antiqua mit spiritueller Musik des letzten Jahrtausends
und mit deren Fortsetzung im Hier und Jetzt.
Schulze hat auch mal ein Jahr in der Türkei gelebt, daher seine Vorliebe
für orientalische Klänge.
In den 70er und 80er Jahren war Peter Schulze gemeinsam mit Klaus
Kuhnke und Manfred Miller Autor der über 100-teiligen RadioFeatureSerie
„Roll Over Beethoven – Zur Geschichte der Populären
Musik“, deren zweite Staffel 1998 in einer Box mit 52 CDs und
über 300 seitigem Booklet bei Bear Family Records erschienen
ist. Es war der Versuch einer ganzheitlichen Betrachtung der Popmusik
jenseits aller stilistischen Alleinvertretungsansprüche. Die
Serie wurde von Hörern so sehr nachgefragt, dass die Autoren
1975 die Gründung des Archivs für Populäre Musik als
gemeinnützige GmbH beschlossen. Es ist heute als „Klaus-Kuhnke-Archiv
für Populäre Musik - Institut an der Hochschule für
Künste in Bremen.
Seine Bestände von über 70.000 Tonträgern sind bereits
seit 1995 komplett im Internet recherchierbar.
>> www.kkarchiv.de.
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