 |
 |
George Wettling:
Self Portrait |
|
 |
|
 |
| JazzFest Berlin 2002 |
 |
Für das JazzFest Berlin 2002 hat sein künstlerischer
Leiter John Corbett bewusst kein übergreifendes Thema in den Mittelpunkt
gestellt, sondern viele einander überlappende Mini-Themen angerissen und
zu einer Gesamtkomposition verflochten.
Der Crème de la Crème des Mainstream Jazz bzw. dem, was Tenor-Saxofonist
Von Freeman "Hardcore Jazz" nennt, ist die Reihe "The State Of
The Straight" vorbehalten. Gerade 80 geworden, aber noch immer mit messerscharfem
Verstand ausgestattet, ist Freeman selbst Teil dieses Programms. Er liefert die
Europa-Premiere seines großartigen work-in-progress-Quartetts, das direkt
vom all-wöchentlichen Gig in Chicagos New Apartment Lounge nach Berlin aufbricht.
Um Roy Haynes hat sich eine der heißesten Bands der Saison zusammengefunden.
Außer dem Drummer spielen Kenny Garrett, David Kikoski und Christian McBride.
Das ungemein inspirierende Trio des jungen Pianisten Jason Moran und Andrew Hill
mit seinem Sextett runden das Thema ab.
Großformatiger Jazz ist in diesem Jahr mit dem aus Vancouver stammenden
NOW Orchestra und seinem Gast-Posaunisten und Komponisten George E. Lewis vertreten.
Die WDR Big Band kommt mit dem italienischen Reed-Virtuosen Gianluigi Trovesi.
Weiterhin dabei: die EU-übergreifende Band Nu Ensemble, gemeinsam geleitet
von dem schwedischen Saxofonisten Mats Gustafsson und dem deutschen Drummer Paul
Lovens sowie die Europa-Premiere von Ken Vandermarks transatlantischer Territory
Band.
Die Piano-Reihe im "stilwerk" wird in diesem Jahr fortgesetzt mit dem
Boogie-Pianisten Erwin Helfer und Irène Schweizer. Ein weiteres Schlaglicht
fällt auf einige Musiker aus dem Umfeld des niederländischen ICP-Orchestra
von Misha Mengelberg. Vertreten sind das Tobias Delius Quartet, das Ab Baars Trio
und die Gruppe Monitor von Michael Moore, die einen neuen, hochflexiblen Weg der
Kombination offener Improvisationen mit vorgegebenem Songmaterial beschritten
haben.
Eine "Australische Nacht" wird mit dem Sandy Evans Trio und The World
According To James (mit dem jungen Ausnahmesaxofonisten Andrew Robson) von zwei
ganz herausragenden Bands vom fünften Kontinent bestritten. In einem weiteren
Nachtkonzert wird Pianist Alex Schlippenbach mit der Berliner Band Die Enttäuschung
und zwei seiner musikalischen Weggenossen aus den Sechziger Jahren, der Trompeter
Manfred Schoof und der Saxofonist Gerd Dudek, das Gesamtwerk von Thelonious Monk
durch die Kompression dreier Sets schicken.
Als Original und als Legende kehrte Bluesgitarrist Jody Williams nach langer Auszeit
auf die Bühne zurück. Gleichfalls originell wird es beim Berlin-Einstand
von Spaceways Inc., dem von Funk, R&B, Dub und Sun Ra inspirierten Trio mit
dem Energiebündel Hamid Drake am Schlagzeug.
"Art of the drummer": Kunsttrommler - Trommel-Künstler. Die Beobachtung,
dass eine überdurchschnittliche Anzahl von Jazz-Schlagzeugern sich ebenfalls
als bildende Künstler betätigt, war Ausgangspunkt für die Entscheidung,
diesem Thema bei der Konzeption des diesjährigen Festivals einen besonderen
Platz einzuräumen. Der holländische Perkussionist Han Bennink, (der
mit dem Tobias Delius Quartet spielt) und der Visionär am Schlagzeug, der
New Yorker Drummer Milford Graves, entsprechen dieser Beschreibung ebenso wie
ein weites Spektrum von Drummern aus Vergangenheit und Gegenwart. So stammt auch
das Plakatmotiv des JazzFest 2002 von dem bekannten (Dixieland-) Schlagzeuger
George Wettling.
Weitere Informationen über das
Kartenbüro der Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
10719 Berlin
Tel ++49 (0)30 254 89 100
Fax ++49 (0)30 254 89 230
E-Mail: kartenbuero@berlinerfestspiele.de |
|