JazzFest1998199920002001

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JazzFest Berlin 2001

31. Oktober - 4. November 2001

Übersicht

Mittwoch, 31. Oktober 2001
Donnerstag, 1. November 2001
Freitag, 2. November 2001
Samstag, 3. November 2001
Sonntag, 4. November 2001

 

Donnerstag, 1. November 2001

 

Programm

Donnerstag, 1. November 2001

18 Uhr
stilwerk
Piano-forum
C.Bechstein

Claes CronaClaes Crona (Schweden)
Claes Crona piano
Spruch-wörtlich: der schwedische Pianist Claes Crona hat noch nie ein Konzert gespielt, das nicht sein bestes gewesen wäre. Schon in den Fünfzigern und Sechzigern war er die erste Wahl für Schweden-Auftritte von Sarah Vaughan, Stan Getz, Abbey Lincoln oder Toots Thielemans. Er ist eine rechte Abenteurerseele – seine Musik erzählt uns von jenem einzigartigen skandinavischen Gefühl für Weite und gefrorene Töne, wie auch von den Erfahrungen, die er auf seinen vielen Reisen sammelte. Er verleiht zahllosen Standards seine eigene Note, fesselt sein Publikum aber auch mit unprätentiösen, sanft bluesigen Eigenkompositionen, die der Natur direkt abgehört scheinen.
Man wird in seinem Spiel nichts Überflüssiges oder Belangloses hören. Selbst der Zufall hat seinen ureigenen, einer geheimnisvollen inneren Logik folgenden Platz.
Donnerstag, 1. November 2001

19.30 Uhr
Haus der
Berliner Festspiele

Geir LysneGeir Lysne
Listening Ensemble
'Auroro Borealis –
Suite for Big Band'

Kjetil V. Einarsen flutes, piccolo
Morten Halle alt-, soprano-sax, flute
Klaus Graf alt-, soprano-sax, flute
Andi Maile tenor-, soprano-sax
Fredrik Ø.Jensen tenor-, soprano-sax
Bernhard Seland baritone sax, bassclarinet, flute
Frank Brodahl trumpet, flugelhorn
Eckhard Baur trumpet, flugelhorn
Marius Haltli trumpet, flugelhorn
Ole Jørn Myklebust trumpet, flugelhorn
Helge Sunde trombone
Christian Jaksjø trombone
Jørgen Gjerde trombone
Ketil Hovland trombone
Kenneth Ekornes drums, percussion
Knut Aalefjær drums, percussion
Jan Olav Renvåg bass, tuba
Jørn Øien keyboards
Hallgrim Bratberg guitar
Geir Lysne conductor, saxes, flute

Infos:
http://home.online.no/~glysne/index.html

»Im Gegensatz zum Musizieren in kleinen Gruppen, bei dem wir Norweger schon längst zu unverwechselbarer Originalität gefunden haben, schwammen die Big Bands im amerikanischen Fahrwasser, zumal sie meist die Charts ihrer Vorbilder kauften und nachspielten«, so Geir Lysne im Magazin Jazzpodium. Mit seinem 20-köpfigen Listening Ensemble setzt er einen fulminanten Kontrapunkt zu dieser seit den Sechzigern gepflegten Tradition. Neben Einflüssen aus der klassischen Musik legt er Wert auf ungewöhnliche Instrumentierungen – kaum ein Musiker in seinem Ensemble, der nicht mehrere Instrumente spielte, Schlagzeug und Percussion sind sogar doppelt besetzt. »Die Mitglieder der Band sind mit Feuereifer bei der Arbeit, sie lieben es, ganz eigenständige Musik zu spielen. Und ich schreibe die Musik auch nicht für die Instrumente, sondern für die Spieler und deren besondere Charakteristiken.«
Zentrales Anliegen des jungen Saxofonisten und Bandleaders ist das Experiment mit Klangfarben. Auf seinem Debüt-Album ›Aurora Borealis‹, das er zunächst selbst veröffentlichte, übersetzt er seine Faszination für das Nordlicht in eine Suite. Die Farbenpracht dieses einzigartigen Naturschauspiels inspiriert ihn nicht nur für dieses Stück, sondern für seine Orchesterarbeit im Ganzen.
Donnerstag, 1. November 2001

19.30 Uhr
Haus der
Berliner Festspiele

Esbjörn Svensson TrioEsbjörn Svensson Trio (Schweden)
Esbjörn Svensson piano
Dan Berglund bass
Magnus Öström drums

Infos:
http://hopper-management.com/es_bio_d.htm
www.actmusic.com/esbjoern_svensson.htm

 
Das Esbjörn Svensson Trio besteht in unveränderter Besetzung seit acht Jahren, eine für Jazz-Verhältnisse unerhört lange Zeit. Entsprechend hoch ist das kommunikative Niveau der drei Spieler. Die tradierte Funktionsaufteilung von Solist und Begleitern ist längst aufgehoben. Hier entfaltet sich ein Trialog, der so intensiv ist, weil nur gesagt wird, was gesagt werden muss, aber in blindem Einverständnis viel Wesentliches zwischen den Tönen ausgedrückt wird. Svensson und Öström musizierten bereits als Kinder mit selbst gebastelten oder ausrangierten Instrumenten gemeinsam auf der Straße. Diese Unbekümmertheit ist dem Trio bis heute geblieben. In Schweden hat das EST den Status einer Pop-Band und das nicht nur, weil sich das rein akustische Trio auf Björk beruft und unaufdringlich Elemente von Ambient bis Drum'n'Bass in seine Texturen einfließen lässt.
Donnerstag, 1. November 2001

19.30 Uhr
Haus der
Berliner Festspiele

Jiebing Chen, Beijing TrioMax Roach Beijing Trio (USA)
Jon Jang piano
Jiebing Chen erhu
Max Roach drums

Infos:
www.weinmanntours.ch/maxroach.htm
www.ejn.it/mus/roach.htm
www.geocities.com/Paris/Palais/7508/

Heute wie zu allen Zeiten seiner langen Laufbahn gehört der 77-jährige zu den Kreativposten des Jazz. Seine Freedom Now Suite gehörte zu den politisch brisantesten Statements des Jazz der Sechziger.
Bei dem Westküsten-Pianisten Jon Jang aus San Francisco stellt Roach erneut seinen Experimentierdrang unter Beweis und ›in Dienst‹. Gemeinsam mit Jiebing Chen, die die zweisaitige chinesische ›Erhu‹ Fidel spielt, übersetzen sie die schrille Anarchie von Klängen, Farben und Gerüchen der größten ›Chinatown‹ auf amerikanischem Boden. »One of the most refreshing and enjoyable experiences in my career. In this cross-cultural artistry, I heard and did things musically I had never done before.« (Max Roach)
Donnerstag, 1. November 2001

22.30 Uhr
Quasimodo

Peter WenigerSeveri Pyysalo –
Peter Weniger

(Finnland/Deutschland)
Peter Weniger tenor-, soprano sax
Severi Pyysalo vibraphone
Seine spielerische Eleganz und kreative Anpassungsfähigkeit machen den Saxofonisten Peter Weniger zu einem internationalen Exponenten der aktuellen deutschen Jazz-Szene. Gerade seine offensive Zurückhaltung, seine »emotionale Kontrolle und Übersicht« (Rondo) ist es, die den seit 1999 in Berlin lebenden, mit Preisen überhäuften Saxofonisten auszeichnet. Längst folgt er nicht mehr dem Ruf anderer, sondern ruft selbst. Auf seinen bislang neun CDs tummeln sich Gäste wie John Abercrombie, David Liebman, Dennis Erwin und Carl Allen. Den finnischen Ausnahme-Virtuosen Severi Pyysalo lernte er auf dem Jazz Baltica Festival kennen. Die gemeinsame Musik beschreibt Weniger mit den Worten: »Zwischen Klassik und Moderne, zwischen Jazz und ›schwer einzuordnen‹.«
Donnerstag, 1. November 2001

22.30 Uhr
Quasimodo

Antonio FaraòAntonio Faraò Quartet (Italien/USA)
Antonio Faraò piano
Ed Howard bass
Pibo Marquez percussion
Gene Jackson drums

Photo: Ssirus W. Pakzad 

Infos:
www.enjarecords.de/antonio_farao.htm
www.ijm.it/a.farao.html#en

Im Gegensatz zu anderen Jazz-Musikern seines Landes ist der 1965 in Rom geborene Pianist Faraò kein Euro-Jazz-Puritaner. Im Gegenteil, auf Platte wie auch live schlägt er Brücken zur amerikanischen Szene, mit denen er regionale und nationale Kontexte aufhebt. Wie sein Vorbild John Williams, der für Stan Getz und Phil Woods spielte und später Soundtracks komponierte, verbindet auch Faraò spontane Lust am Fabulieren mit weit angelegten Konzepten. Der Trompeter Franco Ambrosetti bescheinigt ihm eine ganz eigenständige Entwicklung, das Pianovokabular um den ›Faraò-Akzent‹ zu erweitern. »Mit ungebremstem Schmiss wirbelt Faraò da durch die weite Welt der Harmonien, ohne dabei geschwätzig zu werden, noch jemals die Orientierung zu verlieren. Zumal er sich erstklassiger Sidemen sicher sein darf.« (Jazzthetik)

 

Adressen der Veranstaltungsorte

  • Haus der Berliner Festspiele
    (ehem. Freie Volksbühne)
    Schaperstr. 24, am Fasanenplatz, Berlin-Wilmersdorf
    U-Bahn Spichernstraße (Ausgang Bundesallee), Bus 249
    www.berlinerfestspiele.de

  • stilwerk forum
    Kantstr. 17, 5. Etage, Berlin-Charlottenburg
    U- und S-Bahn Zoologischer Garten, U-Bahn Uhlandstraße,
    S-Bahn Savignyplatz, Bus 149
    www.stilwerk.de

  • Quasimodo
    Kantstr. 12a, Berlin-Charlottenburg
    U- und S-Bahn Zoologischer Garten, Bus 149
    www.quasimodo.de

  • Tränenpalast
    Reichstagufer 17, Berlin-Mitte
    U-und S-Bahn Friedrichstraße, Tram 1 und 50
    www.traenenpalast.de

  • A-Trane
    Pestalozzistraße 105, Berlin-Charlottenburg
    U- und S-Bahn Zoologischer Garten, S-Bahn Savignyplatz, Bus 149
    www.a-trane.de

 

Stand: 2. November 2001
Änderungen vorbehalten.

 


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Letzte Änderung: 2. November 2001