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Donnerstag, 1. November 2001 |
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| Donnerstag, 1. November 2001 | ||||
Claes
Crona (Schweden)Claes Crona piano |
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| Spruch-wörtlich:
der schwedische Pianist Claes Crona hat noch nie ein Konzert gespielt, das
nicht sein bestes gewesen wäre. Schon in den Fünfzigern und Sechzigern
war er die erste Wahl für Schweden-Auftritte von Sarah Vaughan, Stan
Getz, Abbey Lincoln oder Toots Thielemans. Er ist eine rechte Abenteurerseele
seine Musik erzählt uns von jenem einzigartigen skandinavischen
Gefühl für Weite und gefrorene Töne, wie auch von den Erfahrungen,
die er auf seinen vielen Reisen sammelte. Er verleiht zahllosen Standards
seine eigene Note, fesselt sein Publikum aber auch mit unprätentiösen,
sanft bluesigen Eigenkompositionen, die der Natur direkt abgehört scheinen. Man wird in seinem Spiel nichts Überflüssiges oder Belangloses hören. Selbst der Zufall hat seinen ureigenen, einer geheimnisvollen inneren Logik folgenden Platz. |
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| Donnerstag, 1. November 2001 | ||||
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19.30 Uhr |
Geir
Lysne Listening Ensemble 'Auroro Borealis Suite for Big Band' Kjetil V. Einarsen flutes, piccolo Morten Halle alt-, soprano-sax, flute Klaus Graf alt-, soprano-sax, flute Andi Maile tenor-, soprano-sax Fredrik Ø.Jensen tenor-, soprano-sax Bernhard Seland baritone sax, bassclarinet, flute Frank Brodahl trumpet, flugelhorn Eckhard Baur trumpet, flugelhorn Marius Haltli trumpet, flugelhorn Ole Jørn Myklebust trumpet, flugelhorn Helge Sunde trombone Christian Jaksjø trombone Jørgen Gjerde trombone Ketil Hovland trombone Kenneth Ekornes drums, percussion Knut Aalefjær drums, percussion Jan Olav Renvåg bass, tuba Jørn Øien keyboards Hallgrim Bratberg guitar Geir Lysne conductor, saxes, flute |
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| »Im
Gegensatz zum Musizieren in kleinen Gruppen, bei dem wir Norweger schon
längst zu unverwechselbarer Originalität gefunden haben, schwammen
die Big Bands im amerikanischen Fahrwasser, zumal sie meist die Charts ihrer
Vorbilder kauften und nachspielten«, so Geir Lysne im Magazin Jazzpodium.
Mit seinem 20-köpfigen Listening Ensemble setzt er einen fulminanten
Kontrapunkt zu dieser seit den Sechzigern gepflegten Tradition. Neben Einflüssen
aus der klassischen Musik legt er Wert auf ungewöhnliche Instrumentierungen
kaum ein Musiker in seinem Ensemble, der nicht mehrere Instrumente
spielte, Schlagzeug und Percussion sind sogar doppelt besetzt. »Die
Mitglieder der Band sind mit Feuereifer bei der Arbeit, sie lieben es, ganz
eigenständige Musik zu spielen. Und ich schreibe die Musik auch nicht
für die Instrumente, sondern für die Spieler und deren besondere
Charakteristiken.« Zentrales Anliegen des jungen Saxofonisten und Bandleaders ist das Experiment mit Klangfarben. Auf seinem Debüt-Album Aurora Borealis, das er zunächst selbst veröffentlichte, übersetzt er seine Faszination für das Nordlicht in eine Suite. Die Farbenpracht dieses einzigartigen Naturschauspiels inspiriert ihn nicht nur für dieses Stück, sondern für seine Orchesterarbeit im Ganzen. |
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| Donnerstag, 1. November 2001 | ||||
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19.30 Uhr |
Infos: |
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| Das Esbjörn Svensson Trio besteht in unveränderter Besetzung seit acht Jahren, eine für Jazz-Verhältnisse unerhört lange Zeit. Entsprechend hoch ist das kommunikative Niveau der drei Spieler. Die tradierte Funktionsaufteilung von Solist und Begleitern ist längst aufgehoben. Hier entfaltet sich ein Trialog, der so intensiv ist, weil nur gesagt wird, was gesagt werden muss, aber in blindem Einverständnis viel Wesentliches zwischen den Tönen ausgedrückt wird. Svensson und Öström musizierten bereits als Kinder mit selbst gebastelten oder ausrangierten Instrumenten gemeinsam auf der Straße. Diese Unbekümmertheit ist dem Trio bis heute geblieben. In Schweden hat das EST den Status einer Pop-Band und das nicht nur, weil sich das rein akustische Trio auf Björk beruft und unaufdringlich Elemente von Ambient bis Drum'n'Bass in seine Texturen einfließen lässt. | ||||
| Donnerstag, 1. November 2001 | ||||
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19.30 Uhr |
Infos: |
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| Heute
wie zu allen Zeiten seiner langen Laufbahn gehört der 77-jährige
zu den Kreativposten des Jazz. Seine Freedom Now Suite gehörte zu den
politisch brisantesten Statements des Jazz der Sechziger. Bei dem Westküsten-Pianisten Jon Jang aus San Francisco stellt Roach erneut seinen Experimentierdrang unter Beweis und in Dienst. Gemeinsam mit Jiebing Chen, die die zweisaitige chinesische Erhu Fidel spielt, übersetzen sie die schrille Anarchie von Klängen, Farben und Gerüchen der größten Chinatown auf amerikanischem Boden. »One of the most refreshing and enjoyable experiences in my career. In this cross-cultural artistry, I heard and did things musically I had never done before.« (Max Roach) |
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| Donnerstag, 1. November 2001 | ||||
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22.30 Uhr |
Severi
Pyysalo Peter Weniger (Finnland/Deutschland) Peter Weniger tenor-, soprano sax Severi Pyysalo vibraphone |
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| Seine spielerische Eleganz und kreative Anpassungsfähigkeit machen den Saxofonisten Peter Weniger zu einem internationalen Exponenten der aktuellen deutschen Jazz-Szene. Gerade seine offensive Zurückhaltung, seine »emotionale Kontrolle und Übersicht« (Rondo) ist es, die den seit 1999 in Berlin lebenden, mit Preisen überhäuften Saxofonisten auszeichnet. Längst folgt er nicht mehr dem Ruf anderer, sondern ruft selbst. Auf seinen bislang neun CDs tummeln sich Gäste wie John Abercrombie, David Liebman, Dennis Erwin und Carl Allen. Den finnischen Ausnahme-Virtuosen Severi Pyysalo lernte er auf dem Jazz Baltica Festival kennen. Die gemeinsame Musik beschreibt Weniger mit den Worten: »Zwischen Klassik und Moderne, zwischen Jazz und schwer einzuordnen.« | ||||
| Donnerstag, 1. November 2001 | ||||
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22.30 Uhr |
Antonio
Faraò Quartet (Italien/USA) Antonio Faraò piano Ed Howard bass Pibo Marquez percussion Gene Jackson drums Photo: Ssirus W. Pakzad Infos:
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| Im Gegensatz zu anderen Jazz-Musikern seines Landes ist der 1965 in Rom geborene Pianist Faraò kein Euro-Jazz-Puritaner. Im Gegenteil, auf Platte wie auch live schlägt er Brücken zur amerikanischen Szene, mit denen er regionale und nationale Kontexte aufhebt. Wie sein Vorbild John Williams, der für Stan Getz und Phil Woods spielte und später Soundtracks komponierte, verbindet auch Faraò spontane Lust am Fabulieren mit weit angelegten Konzepten. Der Trompeter Franco Ambrosetti bescheinigt ihm eine ganz eigenständige Entwicklung, das Pianovokabular um den Faraò-Akzent zu erweitern. »Mit ungebremstem Schmiss wirbelt Faraò da durch die weite Welt der Harmonien, ohne dabei geschwätzig zu werden, noch jemals die Orientierung zu verlieren. Zumal er sich erstklassiger Sidemen sicher sein darf.« (Jazzthetik) | ||||
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Adressen der Veranstaltungsorte
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Stand: 2. November
2001
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![]() © Berliner Festspiele GmbH Letzte Änderung: 2. November 2001 |
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